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Archiv für - November, 2010
Ein Tropfen Licht
Bonner Physiker haben getan, was lange für unmöglich gehalten wurde: Sie vereinigten Lichtteilchen zu einem Bose-Einstein-Kondensat. Möglicherweise lassen sich so neue Lichtquellen entwickeln.
Wäre Martin Weitz ein Gelehrter im Märchen, er könnte Licht zu zauberhaften Stoffen weben und damit Prinzessinnen einkleiden. Im wirklichen Leben hat der Physikprofessor der Universität Bonn mit seinem Team es immerhin geschafft, dass Mitglieder seiner eigenen Zunft staunen: Er hat Lichtteilchen, sogenannte Photonen, zu einem Knäuel verdichtet und in einem sogenannten Bose-Einstein-Kondensat vereinigt.
Für diesen Zustand der Materie gab es 2001 einen Nobelpreis. Physiker hatten es geschafft, Gasatome so stark zu kühlen und so dicht zusammenzupferchen, dass sie ihre Individualität aufgeben und sich wie ein einziges großes Atom verhalten.
Im Prinzip, dachten sich die Physiker, müsste das auch mit Lichtteilchen möglich sein, denn sie teilen die für eine völlige Vereinigung entscheidende Eigenschaft der Atome: Photonen sind als sogenannte Bosonen gesellig genug, ihre Individualität aufzugeben. Photonen lassen sich jedoch nicht abkühlen. Dazu müsste man sie bremsen, und wer das versucht, vernichtet sie. Lichtteilchen können nur bei Lichtgeschwindigkeit bestehen.
Die Bonner Physiker brauchten also einen Trick. Sie haben sich eine winzige, verspiegelte Kammer gebaut, die sie mit einem Farbstoff füllten. Diesen beleuchteten sie mit einem Laser, so dass der Farbstoff Photonen von Gelb über Grün bis Blau ausstrahlte.
In der speziellen Geometrie der Kammer konnte sich ein einziger Farbton am besten ausbreiten, eine Art Sonnengelb. Alle Lichtteilchen mit höherer Energie (also grünem und blauem Licht) mussten nach Kollisionen mit den Spiegeln und dem Farbstoff auf die Randbereiche ausweichen.
Nach den Regeln der Quantenphysik ähnelt diese Auslese im Zentrum einem Abkühlen, auch wenn die ganze Apparatur bei Zimmertemperatur blieb. So sammelten sich die “gekühlten” Photonen in der Mitte der Apparatur.
Sie flogen relativ ungestört hin und her und als ihre Zahl etwa 63.000 erreichte, veränderte sich der Zustand: Die Lichtteilchen vollführten den erhofften Zusammenschluss (Nature, Bd.468, S.545, 2010). Auf einem Foto der Kammer bildete sich ein intensiver gelber Punkt in einer grünen Wolke. Dort hatten die Photonen ihre Individualität aufgegeben. Das konzentrierte gelbe Licht war zudem rein und kohärent wie das eines Lasers.
Die Physiker um Martin Weitz hoffen daher, dass sich nach dem Prinzip ihres Experiments Lichtquellen für kurzwellige Strahlen konstruieren lassen, was Laser bisher nur mit viel Aufwand schaffen.
Originalartikel Süddeutsche Zeitung
Schlagwörter: Brancheninformation, innovativ, Lichtdesign, Lichtlabor, light source
OSRAM stellt die erste OLED Leuchte vor
Bei dieser 80cm hohen Leuchte wurden mehrere LED Techniken miteinander verwoben. Von unten trifft eine gerichteter Lichtstrahl aus normalen LED´s auf mehrere ORBEOS CDW-031 Panels. Die ORBEOS Panels sind hierbei Flächenlichter aus der Entwicklung von OSRAM und werden aktuell nur in einer runden Form angeboten. Die warmweiße Farbtemperatur (2800 K) entspricht dem warmen Licht einer Glühlampe und eignet sich daher für die stimmungsvolle und zugleich funktionale Beleuchtung. Sie wiegen rund 24g und haben einen Durchmesser von 79mm. Aktuell haben diese einen Leuchtdichte von 1000cd/m2 und eine Lebensdauer von 5000 Stunden.
Zusätzlich wird die verspiegelte Rückseite der Panels von unten durch hell strahlende LED´s beleuchtet, um weiter Streulichter zu erzeugen, die durch die beweglichen Panels beliebig ausgerichtet werden können. Die Leistungsaufnahme der OLED Panels liegt bei etwa 4W und der 5 OSLON SSL LED´s die im Sockel mit einem Reflektor integriert sind bei jeweils etwa 6W.
Das Design und Lichttechnik der PrioLED wurden von OSRAM-Lichtdesigner Dr. Martin Möck entwickelt. Die Lichtskulptur besteht aus einer Form aus gebürstetem Aluminium die durch ihre Windung die DNA Helix nachahmen soll und die Panels sollen dabei die Moleküle darstellen.
Vorgestellt wurde das Leuchtenkonzept unter anderem auf der internationalen Designmesse SuperPiu im April 2010 in Mailand und im September 2010 im Bauhaus-Archiv Museum für Gestaltung in Berlin. Aufgrund der positiven Resonanz wird sie nun in limitierter Auflage in Aluminium der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.
Eine Limitierung der Auflage hängt wohl nicht nur mit der Erlesenheit des Designs zusammen, sondern wohl auch mit dem exorbitant hohen Preis für die Leuchte. Angeblich soll sich der Preis um die 400 Euro einpendeln.
Falls jemand sie sich doch bestellen will und nicht mehr Gefallen daran hat, ich bin ein dankbarer Abnehmer um Sie ausführlich bei mir zuhause zu testen.
Schlagwörter: Kunst, LED, Lichtdesign, OLED