Osram geht auf Samsung und LG los

Leuchtdioden gelten als neuer Lichtstandard und werden auch zunehmend zur Hintergrundbeleuchtung von Fernsehern eingesetzt. Die südkoreanischen Konzerne sollen bei der Technologie von der Siemens-Tochter abgekupfert haben – behauptet Osram. Die Deutschen wollen klagen.

Leuchtdioden gelten als neuer Lichtstandard und werden auch zunehmend zur Hintergrundbeleuchtung von Fernsehern eingesetzt. Die südkoreanischen Konzerne sollen bei der Technologie von der Siemens-Tochter abgekupfert haben – behauptet Osram. Die Deutschen wollen klagen.

Osram hat in den USA und in Deutschland Klagen gegen Samsung und Firmen der LG-Gruppe eingereicht. Die südkoreanischen Konzerne verletzten grundlegende Osram-Patentrechte bei Leuchtdioden (LED), teilte die Siemens-Lichttochter am Montag mit.

Am Dienstag solle darüber hinaus Klage gegen LG in China eingereicht werden. Neben der Klage auf Unterlassung strebt Osram auch Schadenersatz an. Wichtige Wettbewerber hätten die Patente anerkannt, indem sie kostenpflichtige Lizenzen erworben hätten, teilte Osram mit. Das Unternehmen wolle erreichen, dass Samsung und LG die firmeneigene Technologie nicht weiter nutzen und entsprechende Produkte auch nicht mehr importieren dürften.

Im Detail geht es bei den Klagen laut Osram um weiße und oberflächenmontierbare Leuchtdioden. Solche Produkte werden zum Beispiel bei mit LED hinterleuchteten Fernsehgeräten oder Computermonitoren verwendet.

Siemens treibt derzeit den Börsengang der Lichtsparte Osram mit Hochdruck voran. Nach FTD-Informationen aus Finanzkreisen strebt der Konzern ein Emissionsvolumen von mehr als 3 Mrd. Euro an. Mit dem für Herbst geplanten Börsengang will Siemens die Mehrheit an Osram verkaufen und das Beleuchtungsgeschäft damit aus der eigenen Bilanz nehmen.

Originalartikel: Financial Times Deutschland

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