International Lighting Design Index 2010

Licht ist der Baustoff des 21. Jahrhunderts. Neue Technologien, die Licht präzise steuern und obendrein sparsam sind, eröffnen ein ungeahntes Gestaltungspotenzial. Die Verstädterung der Welt, die ökologischen Herausforderungen, die Zeitzonen übergreifenden Arbeitswelten verlangen nach einer Architektur der Nacht. Architekten, Designer, Künstler übernehmen die Lichtregie: sie begreifen Bauten und Räume als dreidimensionale Medien, die Geschichten erzählen.

Buch - International Lighting Design Index 2010Das erste Nachschlagewerk für die Lichtdesign-Szene erscheint alle zwei Jahre.
Über 100 aktuelle Projekte für Stadträume, Gebäude, Ladenbau und Kulturleben.
Der Almanach mit Brancheninformationen zu Lichtdesignern, -herstellern, -messen, ausstellungen und -wettbewerben.

Licht ist der Baustoff des 21. Jahrhunderts. Neue Technologien, die Licht präzise steuern und obendrein sparsam sind, eröffnen ein ungeahntes Gestaltungspotenzial. Die Verstädterung der Welt, die ökologischen Herausforderungen, die Zeitzonen übergreifenden Arbeitswelten verlangen nach einer Architektur der Nacht. Architekten, Designer, Künstler übernehmen die Lichtregie: sie begreifen Bauten und Räume als dreidimensionale Medien, die Geschichten erzählen. Der Traum von einer immateriellen Architektur erhält frische Nahrung. Der Band stellt die Akteure vor, die mit ihren Licht-Konzepten international die aktuellen Trends markieren: für Geschäftsbauten, in der Stadtplanung ebenso wie für Kulturbauten und das urbane Nachtleben.
Die Autoren sind Helmut M. Bien, Initiator und Kurator der Luminale in Frankfurt, sowie Markus Helle, Chefredakteur der renommierten Fachzeitschrift Highlight.

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Luminale 2010 – Biennale der Lichtkultur

Am Freitagabend ging die Luminale mit einer Lichtmodenschau und anschließenden Party im weltbekannten Cocoon Club zu Ende. Insgesamt haben rund 140.000 Besucher die Luminale – Biennale der Lichtkultur besucht. Sie haben eine Stadt erlebt, in der aus Kunstlicht Lichtkunst entstanden ist.

Lichtskizzen Hochschule Coburg11.4. – 16.4. 2010 in Frankfurt Rhein-Main

140.000 Luminale-Besucher erleben Lichtkunst in Parks und Museen, auf Straßen und Plätzen

Die fünfte Ausgabe etabliert die Luminale als das innovative Festival für Lichtdesign und Lichtkunst

Am Freitagabend ging die Luminale mit einer Lichtmodenschau und anschließenden Party im weltbekannten Cocoon Club zu Ende. Noch einmal gab es an vielen Orten Finissagen, mit denen Frankfurt Abschied nimmt von sechs erlebnisreichen Nächten, in denen allabendlich Zehntausende von Besuchern auf Entdeckungsreise in einer Stadt des Lichtes auf Entdeckungstour waren. Insgesamt haben rund 140.000 Besucher die Luminale – Biennale der Lichtkultur besucht. Sie haben eine Stadt erlebt, in der aus Kunstlicht Lichtkunst entstanden ist.

Die Luminale fand vom 11. bis 16. April zum fünften Mal parallel zur Messe Light+Building statt. Mehr als 150 Projekte haben Frankfurt und Offenbach in ein öffentlich zugängliches Lichtlabor verwandelt.

Puls der Stadt

123 Programm-Beiträge konzentrierten sich in Frankfurt, überwiegend im Stadtzentrum, in den Wallanlagen, Frankfurts traditionsreichste öffentliche Parkanlage, die 2010 ihren 200. Jahrestage begeht und im Palmengarten, einem der bekanntesten Botanischen Gärten der Welt.  21 Projekte präsentieren sich im nahe gelegenen Offenbach und sechs weitere in Darmstadt und Mainz. Von der Party bis zum Symposium, vom geführten Rundgang bis zur Modenschau, von der Vernissage bis zur Schiffstour reichten die vielfältigen Angebot, sich mit der Stadt und ihrem Licht zu beschäftigen.

Thematische Schwerpunkte der 5. Luminale waren die Themen LED, die Digitalisierung des Lichtes, energieeffiziente Illuminationen und die Kombination von Licht mit Klang und anderen Medien. Erstmals bot das Energiereferat der Stadt Frankfurt im Rahmen der Luminale ‚Klimatours’ an, die die ökologische Vorreiterrolle Frankfurts unter Beweis stellen. Licht ist für die Inszenierung von Räumen außen wie innen ein ideales Medium, mit dem sich Geschichten erzählen und Atmosphären verändern lassen.

Eine Dokumentation der Luminale 2010 und ihrer Projekte ist in Vorbereitung. Interessierte können Sie unter www.luminapolis.com bestellen.

Die Sehnsucht nach der Birne

Die Lichtbranche versucht dem Verbot der Leuchtmittel mit dem Grlühdraht dadaurch zuvorzukommen das, die geliebte Glühbirnenform weiterhin erhalten bleibt, jedoch nicht durch die Änderung der Technik auf LED-Basis stehen bleibt.

Hommage an die gute, alte Glühbirne: Die Lampeninstallation Hoi Polloi von Ingo MaurerSeit dem Verbot der herkömmlichen Glühbirne sucht die Lichtbranche fieberhaft nach Alternativen. Auf der Messe light+building gibt es unterschiedliche Lösungsansätze.

Ein babylonisches Sprachgewirr empfängt den Besucher beim Betreten der Messehallen. Begriffe wie LED, OLED und CRI schwirren zwischen den Ständen von Osram, Philips oder Zumtobel Lighting durch die stickige Luft. Die Frankfurter Lichtausstellung light+building ist eine der größten und bedeutendsten weltweit, Standflächen sind trotz Finanzkrise schon seit November ausgebucht. Denn die Branche steht vor einer gewaltigen Aufgabe: “Wir müssen Licht neu lernen”, sagt Lars Stühlen, der Pressesprecher von Osram.

Hintergrund für dieses Umdenken ist das sogenannte Glühbirnenverbot. Die Europäische Union identifizierte die Birne mit dem heißen Faden als eine der Hauptursachen für häusliche Energieverschwendung und ordnete 2009 schrittweise den Umstieg auf andere, energieeffiziente Leuchtmittel an. “Energieeffizienz” lautet daher das Messemotto in Frankfurt, wo sich in diesem Jahr alles um Systemlösungen, Lichttechnologien für die effiziente Energienutzung und umweltfreundliche Gebäudetechnik dreht.

Vor allem eine zentrale Frage gilt es zu beantworten: Was wird die Glühbirne in Heim und Büro ersetzen – und zwar energie- und kosteneffizient bei gewohnter Lichtqualität? Denn dass die Energiesparbirne mit ihrem kalten bläulich-weißem Licht keine Alternative für die heimischen Wohnzimmer sein würde, darüber waren sich Branchenkenner schon lange einig.

Das Zauberwort scheint LED zu sein. Die lighting emitting diode gilt als besonders effizient, da sie gegenüber herkömmlichen Glühlampen mehr als 90 Prozent weniger Energie bei einem Strombedarf von rund 2 Watt benötigt. Die Lichtfarbe von LED ist an sich monochrom, wird aber von den Lampendesignern angepasst und programmiert. Damit können LEDs in jedem möglichen Farbspektrum erscheinen.

Der Hamburger Designer Tobias Grau reizt die Möglichkeiten der LED-Technologie aus und entwirft eine kugelrunde Lampe

Tobias Grau ist sich sicher: “LED is today.” Aufgrund ihres speziellen Aufbaus sind nun erstmals Lampen in geschlossenen Formen möglich – eine technische Innovation, die der Hamburger Designer schätzt und liebt. Seine kugelrunde, kleine LED-Lampe hat er Falling in Love getauft. Die Beschreibung des Lichtes nennt er den Colour Rendering Index (CRI). Diese Kennzahl, die die einprogrammierte Farbwiedergabe des LED anzeigt, entscheidet über das Einsatzgebiet des Leuchtmittels – Büro oder Wohnzimmer.
Konsequent mit der Zeit gehen auch der italienische Designer Antonio Citterio und sein französischer Kollege Toan Nguyen. Ihre Schreibtischlampe Kelvin leuchtet mit Hilfe von 30 verbauten LEDs, die ordentlich und gut sichtbar im drehbaren Kopf nebeneinander angeordnet sind.

Auch der “Altmeister des Lichts” Ingo Maurer arbeitet mit LEDs, auch wenn er aus Protest gegen die EU-Richtlinie 2009 ein “Euro-Condom” entwarf, mit dem er – im wahrsten Sinne des Wortes – verhüten wollte, dass die schöne Glühbirnenform aus dem Alltag verschwindet. Erfahrungen mit den neuen technologischen Möglichkeiten mit LEDs sammelte er schon seit 1999.

Die jüngste Kombination aus LEDs, OLEDs, Aluminium und Acrylglas von Ingo Maurer und seinem Team

Auf der light+building ist er wieder seiner Zeit voraus und verbaut in seinem Modell Double C Future Composite neben LEDs auch OLEDs. Diese organic light emitting diode besitzen die Eigenschaft, gleichmäßiges Grundlicht zu erzeugen und ganze Flächen zum Leuchten zu bringen. Für den Massenmarkt sind sie allerdings heute noch zu teuer. Der Pioniergeist dieser Leuchte wird durch die nackte Form unterstützt, die à la Fischertechnik die funktionale Konstruktion sichtbar lässt. Dennoch betonte Maurer erneut seine “unendliche Liebe zur Glühbirne”. Sein Entwurf Hoi Polloi wirkt wie eine Collage seines Lieblings: Faden, Fassung und Glas tanzen wie auf einem Seil.

Die innere Zerrissenheit, Neues zu erforschen und gleichzeitig die Formschönheit der Glühbirne beizubehalten, wird bei fast allen Ausstellern der Frankfurter Messe sichtbar. Das Traditionsunternehmen Osram versteckt neue Leuchtmittel wie Halogen, Energiesparmittel im alten Gewand der Glühbirnen-Form. Auch wenn sich alles ändert, bleiben zumindest die klassischen E27-Fassungen.

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