Luminale 2014 | Die Highlights und Neuigkeiten zur 7.ten Ausgabe der Biennale der Lichtkultur

Wie Architektur und öffentliche Plätze mit Illumination verschönert und aufgewertet werden können, zeigen die Lichtkünstler in einer parallelen Veranstaltung zur Light & Building. Diese Lichtinstallationen haben auch nach der Messe im städtischen Lebensraum weiter Bestand.

Luminale 2014 | Highlights and News on 7th Edition of Biennale of Light CultureVon Sara Bertsche, Stylepark
Im Jahr 2002 erstmals inszeniert, nimmt das „Urban Light Festival“ die Themen der Messe auf und interpretiert diese durch unzählige Lichtspektakel auf poetische Weise. So verwandeln Künstler, Architekten und Lichtplaner die Stadt in ein erleuchtetes Spielfeld: Brücken, Banken, Parkgelände, aber auch längst vergessene Plätze erscheinen buchstäblich in anderem Licht – die Stadt wird für wenige Tage zu einem Ort, an dem die alltägliche Wahrnehmung unseres urbanen Lebensraums außer Kraft gesetzt wird. Das Festival, das mittlerweile zahlreiche Nachahmer gefunden hat, hinterlässt auch nach Beendigung der Luminale seine Spuren in Frankfurt und trägt somit zur aktuellen Stadtentwicklung bei. So wurde 2004 die gesamte Illumination des Mainufers, eines der größten Lichtprojekte im europäischen Raum, dauerhaft installiert.

Zehn Jahre später ist ein zentrales Thema der Luminale ihre Erweiterung Richtung Frankfurter Osten. So ist es nicht verwunderlich, dass eines der diesjährigen Hotspots der ca. 180 Projekte in Frankfurt und Offenbach die neue Osthafenbrücke sein wird.

Stylepark präsentiert bereits im Vorfeld die Top Ten der Luminale – ausgewählt und kommentiert von Helmut Bien, dem Kurator des Lichtfestivals.

Deutscher Lichtdesign-Preis und Call for Projects: Luminale 2014

Den Deutschen Lichtdesign-Preis und Goldener Nagel des ADC erhielten die Luminale Projekte resonate und Time Drifts, ebenfalls rufen wir auf Eure Projekte für die Luminale 2014 anzumelden.

Time Drifts von Philipp GeistAuf den Kreativ-Events kurz vor Pfingsten feierte die Luminale 2012 Triumphe. Gleich zwei Top-Preise der Kreativszene gingen an Luminale-Projekte. Den Deutschen Lichtdesign-Preis 2013 gewann das Projekt Time Drifts des Künstlers Philipp Geist. Der FOCUS Studenten Award und der Goldene Nagel des Art Directors Club Deutschland ging mit haushoher Überlegenheit in der Punktewertung an das Projekt RESONATE, das Studenten der FH Mainz und der Gutenberg-Universität entwickelt hatten.

RESONATE - die interaktive Licht-Klang-InstallationDer Erfolg beider Projekte kam nicht ganz überraschend. RESONATE, das Schiff mit der interaktiven Licht-Klang-Installation am Mainufer, war schon während der Luminale das Lieblingsprojekt des Publikums und der Medien. Resonate schaffte es bis in die Top-Nachrichtensendungen. Anschließend wurde es vom ZKM Karlsruhe eingeladen und präsentiert. Prof. Klaus Teltenkötter, seine Kollegen und die Studierenden schwören auf die Luminale und ihr fachkundiges Publikum. Für sie ist es die attraktivste Veranstaltung, um sich mit einem Projekt auch international zu positionieren. Auch Sponsor Zumtobel kann zufrieden sein.

Time Drifts, die Projektion auf umliegende Uni-Gebäude und Nebelschwaden, realisierte Philipp Geist auf dem Geländes des künftigen Kulturcampus. Eine Intervention im urbanen Raum, die zeigte, dass das Gelände an der Bockenheimer Warte zu den Hot Spots der Stadtentwicklung in Frankfurt gehört. Die Wirtschaftsinitiative FrankfurtRheinMain und die ABG hatten das Projekt finanziell ermöglicht, die Goethe Universität den Künstler nach Kräften logistisch unterstützt. Zehntausende von Besuchern genossen die Lichtsphären, unter ihnen Hannelore Elsner, die mit eigenem Filmteam diese Kulisse für ihr Frankfurt-Portrait nutzte. Auch für Philipp Geist ergaben sich aus dem Luminale-Auftritt weitere Engagements. So organisierte er Time Drifts II für den Potsdamer Platz in Berlin.

Die Luminale, die auf die Initiative der Messe Frankfurt zurückgeht und parallel zur Light+Building stattfindet, dient vielen Kreativen als Startrampe für ihre Karriere. Die parallel stattfindende Messe verwandelt Frankfurt in einen Weltort des Lichtdesigns, für die Kreativen wie die Industrie. Diese Konstellation von Business und Kultur ist weltweit einmalig und typisch Frankfurt.

Dieser Tage hat wieder die Vorbereitungskampagne für die Luminale 2014 begonnen. Die Teilnahmeunterlagen und Informationen finden sich auf www.luminale.de. Die nächste Luminale läuft vom 30.3. – 4.4.2014 parallel zur nächsten Ausgabe der Light+Building.

Prototyp: Laser für rotes, grünes und blaues Licht

Wo früher aus unterschiedlichen Materialien die Farben für rote, blaue und grüne Laser benötigt wurden, wird es zukünftig nur noch eines sein aus dem diese Farben erzeugt werden können: Cadmiumselenid

Allein die Größe ummantelter Cadmiumselenid-Strukturen bestimmt die Wellenlänge

Providence (USA) – Blau für Blu-Ray-Player, Rot für Laserpointer oder Drucker: Laserdioden aus den unterschiedlichsten Element-Kombinationen finden sich in vielen Alltagsgeräten. Doch nun schafften es amerikanische Physiker, aus nur einem einzigen Material – Cadmiumselenid – Laser für rotes, blaues und grünes Licht herzustellen. Möglich wurde dies durch winzige, sogenannte Quantenpunkte, bei denen nicht die chemische Zusammensetzung, sondern allein deren Größe für die verschiedenen Lichtfarben verantwortlich war. Ihren Prototyp stellten sie in der Fachzeitschrift „Nature Nanotechnology“ vor.

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Prototyp: Laser für rotes, grünes und blaues Licht – Wissenschaft aktuell.